Methodik

So funktioniert Ready? Der Check.

Ein Gesprächseinstieg, der zeigt, wo Veränderung bei Ihnen oder in Ihrem Team am meisten Unterstützung braucht. Hier steht, worauf er beruht, wie er rechnet und wo seine Grenzen liegen.

Das Wichtigste in drei Sätzen

  • Der Check fragt nach Verhalten in konkreten Situationen, nicht nach Meinungen: Was passiert in Ihrem Team, wenn Neues kommt?
  • Er zeigt Tendenzen an fünf Stellen, an denen Veränderung typischerweise scheitert, und am Rahmen, den die Organisation dem Neuen gibt.
  • Er ist ein Gesprächseinstieg und keine wissenschaftlich validierte Messung.

Die fünf Stellen, an denen Veränderung scheitert

Menschen verweigern Veränderung selten aus Trotz. Sie schützen sich vor Kontrollverlust. Der Check fragt nach fünf Stellen, an denen dieser Schutz greift. Tippen Sie auf eine Stelle, um den Hintergrund zu lesen.

1DringlichkeitWird Veränderung rechtzeitig als wichtig erkannt?

Stillstand tut nicht weh, jedenfalls nicht heute. Das Gehirn gewichtet konkrete Gegenwart höher als abstrakte Zukunftsrisiken. Deshalb wird Veränderung oft verschoben, bis sie direkt betrifft.

2IdentitätKönnen Menschen Neues annehmen, ohne ihre Rolle zu verlieren?

Veränderung wird nicht neutral bewertet, sondern als Frage an die eigene Identität erlebt. Im Wandel ist vor allem der Status bedroht (SCARF-Modell, David Rock). Das sieht nach Sturheit aus und ist meist ein Identitätsthema, kein Kompetenzproblem.

3SelbstwirksamkeitTrauen sich Menschen zu, Neues zu lernen?

Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, etwas bewirken zu können (Albert Bandura). Fehlt sie, entsteht oft Scham, und Scham tarnt sich als Desinteresse. Selbstwirksamkeit wächst durch Erfahrung, nicht durch Appelle.

4Kosten und NutzenWird Neues ausprobiert, auch ohne Garantie?

Verluste wiegen psychologisch etwa doppelt so schwer wie gleich große Gewinne (Daniel Kahneman und Amos Tversky). Der Verlust ist konkret, der Gewinn abstrakt. Hilfreich sind kleine, befristete Versuche statt großer Pläne.

5EinsamkeitWird offen über Unsicherheit gesprochen?

Für ehrliche Unsicherheit gibt es selten einen Raum ohne Gesichtsverlust. Psychologische Sicherheit, wie sie Amy Edmondson beschreibt, ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen Fragen und Fehler zeigen.

Dazu: der Rahmen

Auch motivierte Menschen scheitern, wenn die Organisation dem Neuen keinen Raum gibt. Der Check fragt deshalb drei Dinge: Gibt es Zeit und Raum zum Lernen? Ist klar, wer entscheidet und verantwortet? Wird Ausprobieren belohnt oder bestraft? Der Vergleich von Menschen und Rahmen zeigt, wo die Arbeit beginnen sollte: bei den Menschen, bei den Strukturen oder bei beidem.

Wie der Check rechnet

  1. Alltagssituationen statt Meinungen. Jede Frage beschreibt eine konkrete Szene mit Auslöser, Zeitpunkt und Beteiligten. Die vier gestuften Antworten sind ebenfalls Szenen: Was geschieht am selben Tag, in der nächsten Woche, wer sagt oder tut was? Ihre Reihenfolge wird gemischt.
  2. Zwei Fragen je Stufe, drei zum Rahmen. Bei einigen Fragen gibt es die Antwort „Das kann ich nicht beurteilen“. Sie zählt nicht.
  3. Drei Wortmarken. Aus den Antworten wird je Stufe eine Einordnung: Handlungsbedarf, ausbaufähig oder tragfähig. Zahlen zeigt der Check bewusst nicht, weil zwei Fragen keine genauen Werte tragen.
  4. Engpassstufe. Die Stufe mit dem größten Handlungsbedarf steht im Mittelpunkt. Bei Gleichstand nennt der Check beide.
  5. Gesamtprofil und Befund. Der Durchschnitt der fünf Stufen ergibt das Profil: Am Anfang, Auf dem Weg oder Weit. Dazu kommt der Befund zum Rahmen.
  6. Feste Regeln, keine KI. Die Auswertung läuft direkt in Ihrem Browser. Gleiche Antworten ergeben immer dasselbe Ergebnis, und jedes Ergebnis lässt sich erklären.

Umgang mit Selbsttäuschung

Wir alle schätzen uns dort, wo wir uns weniger auskennen, tendenziell besser ein, als wir sind (Dunning-Kruger-Effekt, Justin Kruger und David Dunning). Wie stark das ausfällt, wird in der Forschung diskutiert. Der Check begegnet dem mit konkreten Fragen nach Verhalten, einem Hinweis vorab und einer Gegenprobe bei sehr hohen Werten oder gleichförmigen Antworten. Wer beide Blickrichtungen ausfüllt, sieht außerdem, wo Selbstbild und Teambild auseinanderliegen.

Die Grenzen des Checks

Ein seriöser Check nennt seine Grenzen. Das sind unsere:

  • Nicht validiert. Fragen und Wertegrenzen wurden nicht in einer Studie geprüft. Sie werden anhand erster echter Antworten überprüft und angepasst.
  • Tendenzen, keine Messwerte. Zwei Fragen je Stufe zeigen eine Richtung, keine genaue Zahl.
  • Selbstauskunft. Der Check bildet ab, wie die antwortende Person die Lage sieht.
  • Kein Vergleich mit anderen. Es gibt noch keine Vergleichswerte aus anderen Organisationen.
  • Kein Ersatz für eine Mitarbeiterbefragung, eine Diagnose oder eine Beratung. Er ist der Anfang eines Gesprächs.

Was mit Ihren Daten passiert

Ohne Kontaktdaten wird nichts übertragen oder gespeichert. Das Kurzergebnis entsteht in Ihrem Browser. Wer die persönliche Auswertung anfordert, schickt Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer sowie Antworten und Ergebnis per E-Mail an mich. Ich nutze sie, um Ihr Ergebnis mit Ihnen zu besprechen. Alle Angaben stehen in der Datenschutzerklärung.

Wer dahinter steht

Der Check stammt von Jens Issel. Er entstand aus 16 Jahren Arbeit zwischen Technologie und Menschen. Grundlage sind ein Master of Science in Communication (Universität für Weiterbildung Krems), ein Zertifikat in Personal- und Organisationsentwicklung (Universität Hamburg) und die Ausbildung zum Professional Coach (COATRAIN, 348 Stunden).

Häufige Fragen

Wie wissenschaftlich ist der Check?

Er stützt sich auf anerkannte Konzepte der Psychologie, ist aber selbst nicht wissenschaftlich validiert. Fragen und Wertegrenzen wurden nicht in einer Studie geprüft. Deshalb ist er ein Gesprächseinstieg und keine Messung. Die Grenzen stehen weiter oben auf dieser Seite.

Wie lange dauert der Check?

Etwa fünf Minuten. Es gibt drei kurze Fragen vorab und 13 Fragen zum Check. Das Kurzergebnis erscheint sofort.

Was kostet der Check?

Nichts. Der Check und die persönliche Auswertung mit Rückruf sind kostenlos und unverbindlich.

Was passiert mit meinen Daten?

Ohne Kontaktdaten wird nichts übertragen oder gespeichert, die Auswertung läuft in Ihrem Browser. Wer die persönliche Auswertung anfordert, schickt Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer sowie Antworten und Ergebnis per E-Mail an Jens Issel. Er nutzt sie, um das Ergebnis mit Ihnen zu besprechen. Details stehen in der Datenschutzerklärung.

Warum braucht die persönliche Auswertung meine Telefonnummer?

Weil sie einen Rückruf enthält. Jens Issel bespricht Ihr Ergebnis in etwa 20 Minuten mit Ihnen. Das Kurzergebnis sehen Sie ohne jede Angabe.

Für wen ist der Check gedacht?

Für Geschäftsführung, Führungskräfte, Personalverantwortliche und Mitarbeitende, die wissen möchten, wo Veränderung in ihrem Team oder bei ihnen selbst am meisten Unterstützung braucht. Es gibt zwei Blickrichtungen: das Team oder die Organisation und die Selbsteinschätzung.

Konzepte und Quellen

Auf diese Arbeiten stützt sich der Check
  • Daniel Kahneman und Amos Tversky (1979): Prospect Theory, Verlustaversion
  • Albert Bandura (1977): Selbstwirksamkeit
  • Aaron Antonovsky (1987): Kohärenzgefühl, Grundlage der Kohärenz-Wiederherstellungs-Kompetenz
  • Amy Edmondson (1999): Psychologische Sicherheit in Teams
  • Justin Kruger und David Dunning (1999): Selbstüberschätzung bei geringer Erfahrung
  • David Rock: SCARF-Modell, Status im Wandel
  • Rate, Clarke, Lindsay und Sternberg (2007): Definition von Mut als Handeln trotz überstiegener Ressourcen

Die fünf Stellen sind angelehnt an Modelle der Mutforschung und um die Einsamkeit ergänzt. Die Zusammenstellung und die Fragen sind eine eigene Entwicklung.