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Digitalberater: Technikfreak vs. Menschenkenner

Technikfreak oder Menschenkenner? Klar. Es ist Social Media. Es ist das Web. Wir nutzen es jeden Tag. Die Daten. Die Technik, die es ermöglicht. Und ich arbeite auch noch in der Branche. Dabei bin ich kein Techniker. Kein ITler. Kein Programmierer. Kein Datenadministrator. Ich versuche einfach Menschenkenner zu sein.

Die Wahl: Technik oder Mensch

Menschenkenner oder TechnikfreakUnd das ist auch gut so. Aus meiner Sicht hat in dieser Branche jeder die Wahl: Technik oder Mensch. Beides? Technikfreak und Menschenkenner geht nach meiner Erfahrung nur schwer zusammen. Können auch die wenigsten in dieser Branche. Falls sie so jemanden treffen: Halten sie ihn fest und geben sie ihm was er verlangt. Er hat es verdient und ist sein Geld wert – vorausgesetzt, dass er tatsächlich beides bedient. Warum es diese Spezies so selten gibt? Vielleicht weil ITlern und Programmierern der Ruf vorauseilt wochenlang in dunklen Räumen zwischen Cola-Flaschen, Pizza-Kartons und Chips-Tüten zu hocken, ohne Kontakt zur menschlichen Spezies. Ob es so ist? Ich weiß es nicht.

Der Wert der Menschenkenner

Sie dürfen mir auch gerne geben was ich verlange. Kein Problem. Aber nicht weil ich beides kann, sondern weil ich Interesse an der Usability von Tools und Plattformen habe und mein Wissen täglich erweitere, um immer einen Schritt voraus zu sein. Aber vor allem, weil ich die Sache mit den Menschen hoffentlich richtig gut kann. Dabei gibt es vor allem zwei Ebenen:

1. Die Projektmanager – Kunden – Beziehung

Ein guter Berater ist, wer gut mit Menschen umgehen kann. Davon bin ich überzeugt. Zahlen, Daten und Technik sind das eine. Ein gutes Berater-Kunden-Verhältnis das andere. Zu verstehen in welcher Situation sich der Kunde befindet und sich Menschenkenner oder Technikfreakseiner Herausforderungen anzunehmen ist die Basis. In der Regel ist er auch kein Techniker oder Programmierer. Er ist Anwender und bestenfalls auch Menschenkenner. Und das ist die Ebene auf der wir uns verstehen sollten. Auch wenn der Berater hier zum Projektmanager wird, ändert das nichts an der Tatsache, dass Projekmanager gute Kommunikatoren und Kundenversteher sein müssen.

Meine Aufgabe:
Die beiden „Üs“ bedienen. Übersetzer und Überblicker. Jeder der mit Designern, Programmierern, Analysten oder Technikern zusammengearbeitet hat, kennt das. Wenn diese nicht verstehen, warum der Kunde nicht strategisch vorgegangen ist und warum er auch nicht vorhat das nachzuholen, so sehr ich es mir selbst auch wünschen würde. Auf der anderen Seite Kunden, die das wunderbare Endergebnis sehen und es mit den Worten quittieren: Und das war so viel Aufwand? Aus Sicht von Designern und Programmierern „schlage ich mich mit Kunden rum“. Da hilft es Übersetzer und Puffer zu sein und gleichzeitig den Überblick zu behalten.

Zugegeben:
Immer und andauernd diplomatisch zu bleiben fällt auch mir schwer. Ab und zu beiße ich heimlich in die Tischkante – der einen wie der anderen Seite geschuldet. Doch es gilt die richtige Ansprache zu finden zwischen

              • Koordination
              • Motivation
              • und klaren Worten
              • zwischen Sachlichkeit und Menschlichkeit

2. Das Berater-Endkunden-/User-Verständnis

Menschenkenner oder TechnikfreakVon mir als Berater erwarten die Kunden zurecht auch Fachwissen und fachliche Einschätzung. Das heißt in unserem Bereich: Wissen wie die User ticken. Wissen was die Technik hergibt. Wen erreiche ich auf Facebook, Twitter und Co.? Wann macht ein eigenes Blog mehr Sinn? Und wen treffen Unternehmen in digitalen Foren? Wo werde ich Erfolg haben? Und mit welchen Inhalten? Ist der richtige Kanal gefunden zeigen sich Marketing und Menschen mit klassischem Kommunikationsbackground häufig unbeholfen in der richtigen Useransprache. Offen und ehrlich anzusprechen was geht und was nicht geht ist Berater- und Menschenkenner-Aufgabe. Wie sollten Texte aussehen? Was unterscheidet die Kommunikation im Web? Schließlich verändert Social Media unser Denken und unser Verhalten. Wie können uns Influencer helfen und warum reicht es nicht mit einem Geldbündel zu winken?

Die Aufgabe:
Kommunikation hat sich verändert. Unsere Aufgabe ist es einen Schritt voraus zu sein. Menschen und Gesellschaft zu beobachten und aufgrund technischer Neuerungen Mitarbeiter von Unternehmen bei der eigenen Transformation mit Weitblick zu begleiten. Ich werde nicht für technische Lösungen bezahlt, sondern für Rat, Begleitung und strategisches Vorgehen.

Darum bin ich gerne Berater und Strategieentwickler

Für mich hat sich die Frage nach Mensch oder Technik nie gestellt. Ich habe großen Respekt vor Programmierern, Designern und ITlern. Aber mir fehlt die Geduld in diesen Bereichen. Menschliche Motivation und Ansprache sind hingegen das wofür ich mich begeistern kann. Darum bin ich so gerne Berater und Social Media Strategist. Und deshalb versuche ich meinen Kunden immer einen Schritt voraus zu sein, um einschätzen zu können was Sinn macht und was nicht.

 

 

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1 Comment on Digitalberater: Technikfreak vs. Menschenkenner

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