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Buy Buttons sind der Sellout Ihrer Social Media Aktivitäten

Der unmittelbare Produkt- und Dienstleistungsverkauf mit Hilfe des Buy Buttons auf Facebook & Co. ist ein Wunsch, den Verkäufer bereits seit den Anfängen ihrer professionellen Social Media-Nutzung hegen. Im Jahr 2014 hat Facebook bereits versucht den Bedürfnisse dieser zahlungskräftigen und damit für sie wichtigen Zielgruppe gerecht zu werden und es stellt sich die Frage: Sind Buy Buttons in 2015 Game Changer oder Fehlzündung?

Buy Buttons – ein lang gehegter Wunsch, der erst noch hinterfragt werden muss

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Die australische Kollegin Wendy Ko gab Ende 2014, auf dem Hypertext Blog, bereits erste Tipps, wie die Verkaufsfunktionen auf Facebook, Twitter & Co. optimal genutzt werden könnten und welche Vorteile sich daraus zukünftig für Unternehmen ergeben.

Ich halte diese Herangehensweise für den zweiten Schritt vor dem ersten und damit für eine Gefahr, die die Corporate Social Media Aktivitäten ins straucheln bringen kann.

Ich wette, dass Buy Buttons kommen, aber kein Game Changer werden. Hält wer dagegen???

Die Kaufen Funktion wird in 2015 präsenter werden und insbesondere Facebook wird sie forcieren, um damit Anzeigen auszustatten und attraktiver zu gestalten. Facebook möchte Geld verdienen. Das ist legitim. Aber nicht alles, was Facebook in der Vergangenheit entwickelt hat, war sinnvoll und erfolgreich. Und so wird es meiner Meinung nach auch mit den Buy Buttons sein.

Warum? Weil der Zweck nicht die Mittel heilt.

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Nur weil Unternehmen und Verkäufer diese direkte Kaufoption wünschen muss der Buy Button nicht sinnvoll sein. Nur weil Facebook diese Entwicklung forciert muss sie auch nicht sinnvoll sein. Entscheidend sind alleine die Zielgruppen und Kunden der Unternehmen, in diesem Fall auch User genannt, und deren Akzeptanz des Buy Buttons.

Die Differenzierung zwischen Kunde und User macht deshalb Sinn, weil Facebook in erster Linie ein Kanal zum persönlichen Austausch ist. Es geht um die Kommunikation von Mensch zu Mensch. Da haben es Unternehmen ohnehin schwer genug Aufmerksamkeit und nachhaltige Effekte zu erzielen.

Selbstverständlich, die Buy-Buttons bringen den Vorteil, die Lücke zwischen Social Media und Verkauf kleiner und messbar zu machen. Aber was hilft Measurement, wenn es nichts zu messen gibt, außer der Nichtnutzung?

Es bleibt dabei: Wir müssen die User verstehen

Wer meint, die Kaufen-Funktion unmittelbar und erfolgreich in Social Media integrieren zu können, der hat die User nicht verstanden. Mensch zu Mensch ist der Schlüssel zum Erfolg. Wer das bisher nicht verstanden hat und jetzt noch meint einen Verkaufskanal dort etablieren zu können, ist auf dem Holzweg.

Außerdem halte ich es für unwahrscheinlich, in Zeiten von Individualisierung und Segmentierung, die komplette Customer Journey auf einem Kanal abbilden zu können. Awareness und Purchase-Phasen auf einem Kanal abzubilden kann vereinzelt funktionieren, ist jedoch in der Breite und Vielfältigkeit von Nutzerverhalten unwahrscheinlich.

Wichtiger als die Einführung des Buy Buttons wird in 2015 die Erkenntnis sein, dass auch zukünftig die klassische Denke von Marketing, Sales und Kommunikation flexibel sein muss, um den individuellen Anforderungen des einzelnen Users gerecht zu werden. Wer glaubt, sich in 2015 die mühevolle Auseinandersetzung mit den einzelnen Phasen der Customer Journey und den Bedürfnissen der User sparen zu können, der sollte sich für 2016 vornehmen dort anzusetzen, wo wir mit unseren Kunden bereits Anfang 2015 starten werden.

Was 2015 stattdessen bringt

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Ich denke, dass wir mit Content-Marketing-Ansätzen, die weitere einzelne Baustein in der Customer Journey darstellen, mehr Flexibilität auf Seiten der Corporate-Aktivitäten schaffen werden.

Auch Facebook wird gut daran tun, sich damit auseinanderzusetzen, wie sie bestehende Funktionen mit neuen Ansätzen optimieren können (Bewertungen, lokale Ansätze, etc.). Zudem sollte sich der Blick wieder verstärkt auf die Nutzer und deren Bedürfnisse richten, anstatt sich einzig auf Geldgeber und Werbekunden zu fokussieren.  und weiterhin einen Blick mehr auf User, als auf die Geldgeber zu werfen. So mancher hat schon zu viel gewollt und alles verloren.

Wir Agenturen und Beratungen werden uns der Analyse widmen müssen, um endlich die Frage beantworten zu können: Was bringt es? Und ich prophezeie: Der Buy Button bringt langfristig nichts.

 

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Bildquellen: Ihr Warenkorb Enthält Einkaufen Einkaufswagen, pixabayIhr Warenkorb Enthält Button Einkaufen Kaufen, pixabayWellen Kreise Monitor Senden Neujahr 2015 Globus, pixabay

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